Kellerbier: Definition, Geschmack und mein Brautag

Kellerbier: Definition, Geschmack und mein Brautag

Beim CVJM Nordhorn-Blanke gibt es jeden dritten Freitag im Monat den CVJM-Keller. Da meine Mutter hier aktiv ist, habe ich mich entschlossen, ein Kellerbier zu brauen.

Kellerbier in 30 Sekunden

Kellerbier ist ein traditionelles, untergäriges Bier mit natürlicher Trübung, mildem Malzprofil und dezenter Hopfenbittere. Es wird meist unfiltriert ausgeschenkt, wirkt dadurch vollmundiger und hat in der Regel etwa 4,5 bis 5,5 % Alkohol.

Was ist ein Kellerbier?

Ein Kellerbier ist ein untergäriges, trübes, unfiltriertes Bier mit 4,5 bis 5,5 % Alkohol. Es zeichnet sich durch einen milden Geschmack und eine dezente Hopfenbittere aus. Die natürliche Trübung entsteht durch Hefe, die im Bier verbleibt, und sorgt für ein vollmundiges Mundgefühl.

Typische Merkmale von Kellerbier:

  • untergärig vergoren
  • naturtrüb und meist unfiltriert
  • malzbetont mit weicher Bittere
  • gut trinkbar und eher rund als aggressiv bitter

Woher stammt das Kellerbier?

Das Kellerbier hat seinen Ursprung in Deutschland, insbesondere in Franken. Es wurde traditionell in kühlen Kellern gelagert, daher der Name Kellerbier. Früher wurde es oft direkt aus dem Gärfass gezapft und nur für den Transport in Flaschen oder Fässer abgefüllt.

Ursprünglich wurde offen vergoren, also mit geöffnetem Stutzen am Fass. Dadurch entwich ein großer Teil der Kohlensäure, was zu einem weniger spritzigen Bier führte.

Kellerbier vs. Zwickelbier

Kellerbier und Zwickelbier sind sehr nah verwandt und werden im Alltag oft gleich verwendet. Der Name Zwickelbier kommt vom Zwickeln: Dabei entnimmt der Brauer mit dem Zwickelhahn eine kleine Probe aus dem Gärbehälter.

Kurzvergleich:

MerkmalKellerbierZwickelbier
Truebungnaturtrübnaturtrüb
Filtrationmeist unfiltriertmeist unfiltriert
Karbonisierungoft etwas niedrigeroft etwas höher
Nutzung des Begriffsklassisch/regionale Traditioneher Probier- und Brauereikontext

In der Praxis beschreiben beide Begriffe häufig einen sehr ähnlichen Bierstil.

Mein Kellerbier

Als Grundlage habe ich das Kaminfeuer-Kellerbier Rezept genutzt.

Als Hefe fiel die Wahl auf W34/70. Sie passt sehr gut zu einem Kellerbier, weil sie sauber vergärt und den Malzkörper klar in den Vordergrund stellt. Der Brautag verlief entspannt; nur den Hopfen habe ich durch Reste aus meinem Lager ersetzt.

Das Ergebnis: ein ausgewogenes Kellerbier mit malziger Basis, dezenter Bittere und leichter Fruchtigkeit. Die natürliche Trübung blieb erhalten und macht das Bier angenehm vollmundig.

Wenn du mehr über meine Hobbybrauerei erfahren möchtest, schau auf der Über-mich-Seite vorbei oder entdecke weitere Biergeschichten im Blog.